FREMDKAPITAL - beraterstudio

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

FREMDKAPITAL

BERATUNG > EXISTENZGRÜNDUNG

Um ihr Gründungsvorhaben zu finanzieren, benötigen Gründerinnen und Gründer (meistens) zusätzliches Geld: Fremdkapital.

Je nach Umfang und Nutzungsdauer der geplanten Investitionen kommen unterschiedliche Kreditgeber und Kreditarten in Frage.
Öffentliche Förderdarlehen

Der Bund bietet aus Mitteln des ERP-Sondervermögens Förderprogramme für Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen an. Auch die Bundesländer und die Europäische Union helfen mit finanziellen Mitteln beim Start in die unternehmerische Selbständigkeit. Dabei handelt es sich meistens um Darlehen, aber auch um nichtrückzahlbare Zuschüsse. Typisch für öffentliche Förderdarlehen sind u.a. günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie Zeit, bis Sie mit der Rückzahlung beginnen müssen. Ausführliche Informationen zu allen Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes (www).

Kredite von Banken und Sparkassen
Kredite zur Finanzierung von Betriebsmitteln oder Anlagevermögen erhalten Sie von Ihrer Hausbank. Je nach Finanzierungszweck wird nach kurzfristigen Betriebsmittelkrediten oder mittel- und langfristigen Investitionskrediten unterschieden.
Kurzfristige Finanzierung (bis 12 Monate Laufzeit) Betriebsmittel- bzw. Kontokorrentkredit Beim Kredit für Betriebsmittel (Kontokorrentkredit) räumt Ihnen Ihre Bank oder Sparkasse ein Kreditlimit ein, das Sie jederzeit in Abhängigkeit von Ihrer aktuellen Geschäftsentwicklung flexibel in Anspruch nehmen können. Auf diese Weise können Sie kurzfristige Liquiditätsschwankungen ausgleichen sowie Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und weitere Ausgabe vorfinanzieren. Vereinbaren Sie mit Ihrer Hausbank einen Kreditrahmen. Faustregel: ein Monatsumsatz. Bei diesem Kredit werden die Zinsen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag berechnet. Hinweis: Der Betriebsmittelkredit dient nicht für die Finanzierung von Anlagevermögen.
Mittelfristige/langfristige Finanzierung (ab 12 Monate Laufzeit) Investitionskredit
Der Investitionskredit dient zur Finanzierung des Anlagevermögens (Grundstück, Gebäude, Maschinen, Fuhrpark usw.). Die Finanzierung muss neben einer angemessenen Eigenkapitalausstattung mit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der erforderlichen Investitionen übereinstimmen. Je länger die Laufzeit, desto niedriger sind die monatlichen Tilgungsraten mit denen Sie den Kredit zurückzahlen. Die laufende finanzielle Belastung ist daher gering. Allerdings gilt auch: Je länger die Laufzeit, desto länger die Zinszahlung. Das geliehene Geld verteuert sich daher.

Für Ihre Hausbank ist entscheidend, dass Sie jederzeit in der Lage sind, den eingegangenen Zahlungsverpflichtungen (Tilgung und Zinszahlung) nachzukommen. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen (= Bonität; bestimmt sich z. B. durch Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad usw.) sowie der Werthaltigkeit der Sicherheiten, die Sie für den Kredit stellen. Damit gilt: Je geringer das Risiko für die Bank, desto geringer der Zins.

Lieferantenkredite
Beim Lieferantenkredit bezahlen Sie die gelieferte Ware oder Dienstleistung nicht sofort, sondern – nach Absprache mit Ihrem Lieferanten – erst zu einem späteren vereinbarten Termin.
Wechsel
Sie können heute Waren beziehen und müssen diese erst später bezahlen. Ihr Lieferant verlangt für die Waren zunächst kein Geld, sondern er stellt eine Wechselurkunde aus, auf der Ihren Name ausgestellt ist und die Gültigkeitsdauer des Wechsels beinhaltet. Ihr Lieferant kann den Wechsel nun innerhalb der Gültigkeitsdauer zum Ausgleich eigener Verbindlichkeiten an seine Gläubiger weitergeben. Sie als Schuldner müssen das Geld zum Stichtag an den zuletzt vermerkten Gläubiger, also den Besitzer des Wechsels, zahlen.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü